Zauberwort Propriozeption

Propriozeption ist nichts anderes als ein anderer Begriff für das Bewegungsgefühl, die Sensomotorik oder auch Tiefensensibilität – also das Zusammenspiel der Sinne für Stellung, Bewegung und Kraft.

Propriozeption ermöglicht uns eine Wahrnehmung der Position (Lagesinn) und der Bewegungen (Kinästesie) von Gelenken und Gliedmaßen. Weiterhin eine Abschätzung der notwendigen Muskelkraft (Kraftsinn) zur Einhaltung oder Veränderung von Positionen. Sie ist also die Voraussetzung für koordinierte Bewegungen und motorische Reflexe.

Dieses Bewegungsgefühl wird durch Schädigungen am Bewegungsapparat (insbesondere an Gelenken, Sehnen, Bändern, Muskeln), nervalen Schäden und Immobilisation beeinträchtigt. Die Koordination, das Zusammenspiel von Lagebestimmung und erforderlicher Korrektur, das Zusammenspiel der Muskulatur funktioniert dann nicht mehr reibungslos.

 Wie funktioniert die Bewegungssteuerung?

In und um die Gelenke (so z. B. in den Kreuzbändern, den Menisken und Muskelansätzen) sind verschiedene Rezeptoren verteilt, die Reize wahrnehmen und diese in nervöse Erregungen umwandeln. Sie werden an das Zentralnervensystem geleitet, wo sie verarbeitet werden und zu nervösen Impulsen führen. Diese steuern dann die Muskeln, so dass eine harmonische Bewegung entsteht oder andere Bewegungsaufgaben erfüllt werden können.

Melden die Bewegungsmelder an das Gehirn, dass der Untergrund auf dem Sie stehen sehr glatt ist (z. B. Eis), werden Ihre Beinmuskeln eine andere Spannung aufbauen (Sie werden sich anders bewegen), als auf sicherem Untergrund. Melden die Schmerz- und Mechanorezeptoren, dass eine Störung/Verletzung im Gelenk vorliegt (wie nach einem Unfall oder einer OP), führt das zur Einschränkung der Bewegungen. Ihr Bein fühlt sich steif und unbeweglich an. Sobald die Bewegungsmeldung gestört ist, wird die Bewegung selbst unsicher.

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